Endoskopische Neurochirurgie

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Unter dem Begriff „endoskopische Neurochirurgie“ werden prinzipiell alle operativen Eingriffe zusammengefasst, bei denen Endoskope Verwendung finden.

Endoskope können dabei auf sehr unterschiedliche Weise eingesetzt werden. Grundsätzlich lassen sich endoskopische Eingriffe, bei denen alle Arbeiten durch entsprechende Arbeitskanäle im Endoskop vorgenommen werden (trans-endoskopische Eingriffe), von Eingriffen unterscheiden, bei denen in Freihandtechnik neben dem Endoskop gearbeitet wird (para-endoskopische Eingriffe). Das NeuroChirurgicum bietet beide Techniken mit besonderer Expertise an.

Als eine der wesentlichen Besonderheit bietet das NeuroChirurgicum die Technik der endoskopischen Schädelbasis-Chirurgie mit langjähriger Erfahrung an. Hier besteht nicht nur für die transnasale Operationen, also Operationen durch die Nase, sondern gerade auch für Hirntumor- und Schädelbasis-Operationen, die durch den Schädel erfolgen müssen, eine ausgewiesene Kompetenz und internationales Renommee. Ein weitere herausragende und einzigartige Behandlungsmethode, die im NeuroChirurgicum angeboten wird, ist die voll-endoskopische mikrovaskuläre Dekompression bei Trigeminusneuralgie oder Facialisspasmus.

 

Trans-Endoskopische Neurochirurgie

NeuroChirurgicum, Neurochirurgie, Endoskopische Neurochirurgie, Trans-Endoskopisch

Für trans-endoskopische Eingriffe sind Endoskope mit Arbeitskanälen und Spezialinstrumente notwendig, da alle Arbeiten durch das Endoskop selbst durchgeführt werden (= trans-endoskopisch).

Dies ermöglicht einen extrem kleinen Zugang von nur wenigen Millimetern und einen optimalen Schutz für das umliegende Gewebe. Mit speziellen Endoskopen ist sogar das Arbeiten „um die Ecke“ möglich (Hopf 1999). Einschränkungen ergeben sich vor allem aus der begrenzten Effektivität der sehr feinen Instrumente und der eingeschränkten Bewegungsfreiheit. Erkrankungen, die derzeit trans-endoskopisch behandelt werden können, sind:

  • Hydrozephalus occlusus (Verschluss-Wasserkopf)
  • Intrakranielle Zysten (Arachnoidalzysten, Kolloidzysten etc.)
  • kleinere Tumore in oder mit Kontakt zu den Ventrikeln (Hirnkammern)
  • Biopsien unklarer Läsionen in oder mit Kontakt zu den Ventrikeln (Hirnkammern)
  • Bestimmte Bandscheibenvorfälle der LWS

 

Endoskopische Ventrikulozisternostomie

Die häufigste trans-endoskopische Operation am Gehirn ist die Ventrikulozisternostomie zur Behandlung des Hydrocephalus occlusus (Verschluss-Wasserkopf). Bei dieser Erkrankung kann das in den Hirnkammern produzierte Hirnwasser nicht an die Oberfläche des Gehirns zu den Hirnhäuten gelangen, wo es dem Blut wieder zugeführt wird. Zumeist liegt das an einer angeborenen oder erworbenen Verengung (Stenose) der ohnehin schmalen Verbindung zwischen der 3. und 4. Hirnkammer (Aquädukt). Bei der endoskopischen Operation wird am Boden der 3. Hirnkammer eine kleine Öffnung (Stoma) angelegt, damit das Hirnwasser wieder an die Oberfläche gelangen kann. Bei richtiger Indikationsstellung liegt die Erfolgsrate dieser Operation bei knapp 90% (Hopf et al 1999). Die Operation selbst dauert etwa 20 Minuten und nur bei ca. 4% der Patienten werden zumeist vorübergehende Komplikationen gesehen. Alternativ kann diese Erkrankung durch die Anlage eines Schlauchsystems (Shunt) behandelt werden, welches i.d.R. unter der Haut vom Kopf bis zum Bauch geführt wird.

 

Endoskopische Zystenfensterung

Eine weitere, häufige trans-endoskopische Operation am Gehirn ist die Fensterung von Hirnwasserzysten (Arachnoidalzysten). Arachnoidalzysten sind angeborene oder erworbene Fehlbildungen der weichen Hirnhäute (Arachnoidea). Durch eine fehlende Kommunikation der Zyste mit den übrigen Hirnwasserräumen kann es zu einer langsamen Größenzunahme und dadurch zu einer Abflussstörung des Hirnwassers (Hydrozephalus) oder neurologischen Störungen durch Druck auf umliegende Strukturen kommen. Ziel der endoskopischen Behandlung ist eine ausreichende Kommunikation zwischen der Zyste und den natürlichen Hirnwasserräumen. Eine einmalige Entleerung ist nicht ausreichend. Die vollständige Entfernung der Zystenwände bringt keinen zusätzlichen Vorteil. Alternativ kann auch diese Erkrankung durch die Anlage eines Shunts oder eine offene Fensterung der Zyste über eine größere Schädeleröffnung behandelt werden.

 

Para-Endoskopische Neurochirurgie

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Bei para-endoskopischen Eingriffen wird nur die eigentliche Optik des Endoskops verwendet und alle Arbeiten freihändig neben dem Endoskop durchgeführt (= para-endoskopisch).

So werden die optischen Vorteile der Endoskope, nämlich die hervorragende Beleuchtung und Detaildarstellung in der Tiefe sowie die Möglichkeit mit abgewinkelten Optiken um die Ecke zu sehen, mit etablierten mikroneurochirurgischen Präparationstechniken und Instrumenten kombiniert. Dadurch kann eine bessere Sicht bei gleichzeitig kleineren und schonenderen Zugängen (Schlüssellochchirurgie) realisiert werden.

Einschränkungen ergeben sich vor allem aus der derzeit noch fehlenden stereoskopischen (3D) Darstellung. Allerdings werden in absehbarer Zeit auch 3D-Endoskope in der Neurochirurgie zur Verfügung stehen. Erste Erfahrungen sind bereits publiziert (Hopf et al 2013).

 

Endoskop-Assistierte Mikrochirurgie (EAM)

Bei der endoskop-assistierten Mikrochirurgie werden nur bestimmte Arbeiten einer Operation unter dem Endoskop durchgeführt, während der überwiegende Teil unter dem Operationsmikroskop erfolgt. Dies bedeutet einen hohen technischen Aufwand, in den meisten Fällen aber eine zusätzliche Sicherheit und besseres operatives Ergebnis durch eine verbesserte Übersicht.

Prinzipiell kann diese Technik bei allen neurochirurgischen Operationen eingesetzt werden. Besonders vorteilhaft ist der Einsatz dieser Technik derzeit bei:

Schädelbasistumoren

  • Meningeome
  • Akustikusneurinome
  • Hypophysenadenome
  • Craniopharyngenome
  • Epidermoide etc.

Tiefliegende Hirntumore

  • Gliome
  • Ependymome
  • Pinealistumore
  • Metastasen etc.

Hirnnervenkompressionssyndrome

  • Trigeminusneuralgie
  • Facialisspasmus etc.

Gefäßerkrankungen

  • Aneurysmen
  • Cavernome etc.

 

Endoskop-Kontrollierte Mikrochirurgie (ECM)

Die endoskop-kontrollierte Mikrochirurgie ist die konsequente Weiterentwicklung der endoskop-assistierten Mikrochirurgie, da hier das Operationsmikroskop komplett durch das Endoskop ersetzt wird. Endoskop-assistierte Mikrochirurgie ist also auch eine rein endoskopische Operationstechnik, bei der man seine manuellen chirurgischen Fähigkeiten voll ausschöpfen kann.

Diese Technik findet derzeit vornehmlich bei transnasalen Operationen, also Operationen durch die Nase, Anwendung.

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